Ansfelden ist Couragierte Gemeinde


Hochkarätig besetzte Fachtagung am 1. Juni in Ansfelden

Als "Couragierte Gemeinde" ist Ansfelden Schauplatz eines der momentan interessantesten Sicherheitsprojekte im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es,  neue Ideen zur Sicherheit in der Stadt zu entwickeln, den soziale Frieden zu stärken und ein respektvolles Miteinander zu fördern.



1. Österreichische Fachtagung "Couragierte Gemeinde": Hochkarätig besetzt

Im Rahmen dieses Projektes findet am 1. Juni von 9 bis 16 Uhr im ABC (Anton Bruckner Centrum) Ansfelden die Fachtagung "Couragierte Gemeinde - Gemeinsam für ein friedliches Miteinander" statt.
Diese informiert über den aktuellen Stand des Projekts und über die Bedeutung von "Neuer Autorität" und Zivilcourage auf kommunaler Ebene.


Der renommierte Sozialpsychologe Heiner Keupp berichtet aus der "Werkstatt" des zivilgesellschaftlichen Engagements, das sich als ein besonders zentraler Ort bei der Suche zukünftiger gemeinschaftlicher Lösungen erweist.  Die Fachtagung spricht insbesondere Jugendbeauftragte aus Gemeinden sowie Jugendorganisationen an.

Internationale Beispiele gelungener Initiativen und Erfahrungstransfer runden diese Fachtagung ab.


Dr. Harald Ebert und Stefan Simon-Lutz berichten von den Erfahrungen des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage, das sich für diskriminierungsfreie und gewaltlose Ausgestaltung von Demokratie einsetzt. Weiters wird die Schweizerin Katharina Barandun über das Zusammenleben im interkulturellen Siedlungskontext  sowie Konzepte und Methoden der Partizipation, sprechen.

Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos.  Anmeldung bitte bis 27. Mai bei der SPES Zukunftsakademie: 07582/82123-55 oder office[at]spes.co[dot]at oder auch im Jugendbüro.




 

Die Fachtagung wendet sich an interessierte GemeindevertreterInnen aus Politik und Verwaltung, MitarbeiterInnen der Jugend- und Gemeinwesenarbeit und VertreterInnen von Jugendorganisationen. BürgerInnen und VertreterInnen aus Einrichtungen in Ansfelden sind herzlich willkommen.

Mehr Infos finden sich hier: couragiert.eu

Tagungsfolder-Online: pdf

Zum Detailprogramm







 

Zusatzinfos:


Ziele dieses Projektes, das sich über 2 Jahre erstreckt, sind neue Ideen zur  Sicherheit in der Stadt zu entwickeln, den sozialen Frieden zu stärken und ein respektvolles Miteinander zu fördern.


Grundlage dabei ist das Konzept der "Neuen Autorität", das nun erstmals in Österreich umfassend auf kommunaler Ebene erprobt wird. Die Ergebnisse werden flächendeckend allen Gemeinden derart zur Verfügung gestellt, dass diese in die Lage versetzt werden, ebenfalls "Couragierte Gemeinde"-Initiativen umsetzen zu können.



 

"Neue Autorität": Ganz anders als die "Alte"


Das Konzept der "Neuen Autorität" wurde von Prof. Haim Omer (Universität Tel Aviv) und seinem Team entwickelt. Nachdem sich dieses Konzept in den letzten Jahren bereits in Familien, in der Jugendarbeit und in Schulen bewährt hat, wird es nun erstmals auf kommunaler Ebene erprobt.


Die "Neue Autorität" unterscheidet sich fundamental von der "Alten". Ging es bei Autorität früher um Kontrolle, Dominanz, Gehorsamkeit - meist verbunden mit Distanz und Angst, oft auch mit Mitteln der Unterdrückung wie Gewalt, Erniedrigung und Beschämung - sind bei der "Neuen Autorität" Persönlichkeit, gemeinschaftliche Lösung von Konflikten und ein respektvolles, lösungsorientiertes Miteinander gefordert.


Netzwerk Zivilcourage

Dieses "Netzwerk Zivilcourage" tritt gemeinsam gegen Gewalt, Vandalismus, Respektlosigkeit und Diskriminierung auf. Gemeinsam werden Maßnahmen entwickelt, die das Sicherheitsgefühl und den sozialen Zusammenhalt stärken.  Gemeinsam übernehmen die Netzwerk-Beteiligten Verantwortung für die Mitmenschen und die Stadt - die als lebenswerten Ort für alle erhalten und gestärkt werden wird.




Projektpartner/innen aus ganz Oberösterreich und darüber hinaus

Als Träger dieses Vorhabens hat sich ein kompetentes Projektteam gebildet, in dem folgende Organisationen zusammenarbeiten:
+ STUDIA: Studienzentrum für internationale Analysen
+ SPES Familien-Akademie
+ Bundesministerium für Inneres - Landespolizeidirektion OÖ - Polizei Ansfelden
+ INA - Institut für neue Autorität (INA)
+ Fachhochschule St. Pölten
+ Stadtgemeinde Ansfelden - Jugendbüro  



Jugendliche und Erwachsene profitieren

Von der "Couragierten Gemeinde" werden sowohl Jugendliche, wie auch Erwachsene profitieren. Bürger/innen der Stadt aller Altersschichten werden befähigt:

+ Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen, 
+ mit den Jugendlichen und anderen Bürger/innen  der Gemeinde in Beziehung zu gehen 
+ präventiv und deeskalierend zu handeln 
+ und Grenzen und Maßnahmen mittels Gewaltfreien Widerstands zu setzen.

Die Handlungsfähigkeit der Gemeinschaft wird mit den sozial innovativen Methoden der "Neuen Autorität" gestärkt.


Damit ist auch klar, worum es bei diesem Projekt geht: Stabile Netzwerke und respektvolle Beziehungen bieten den Jugendlichen einen kompetenten, sorgsamen und sicheren Orientierungs- und Handlungsrahmen. Dieser stellt damit auch eine wichtige Form der Prävention von Gewalt und Vandalismus dar. Ausgeschlossen ist, dass persönliche Daten oder Informationen über Jugendliche oder Bürger/innen in diesem neuen Netzwerk ausgetauscht werden. Die IT-Lösung der FH St. Pölten gewährleistet den Datenschutz, unterstützt aber gleichzeitig das koordinierte Vorgehen der Bündnispartner/innen.




Kontakt:

Günter Kienböck, Stadtamt Ansfelden (Jugendbüro), Telefon: 0676/898 480 201, Email: jep[at]ansfelden[dot]at



Rückblick/Das war bisher:

Gut besucht war der Informationsabend am 9. Mai im Stadtsaal Haid in Ansfelden: Über 40 Interessierte holten sich Infos aus erster Hand.  Mitglieder des Projektteams stellten das Projekt "Couragierte Gemeinde" vor und luden die Anwesenden dazu ein, Teil des "Netzwerk Zivilcourage" zu werden. Fotos vom Abend finden sich im Jugendbüro-Facebook-Album (klick hier).

Am 3. Juni fand der erste Basis-Workshop statt. Weitere folgten am 21. Juni und 6. Juli. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmer/innen mit dem Thema Zivilcourage und Neue Autorität. Neben Theorie gab es auch die Möglichkeit an praxisnahen Übungen.  An diesen rund dreistündigen Workshops nahmen insgesamt 23 Interessierte teil.

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

Am 25. Oktober 2016 haben wir das "Netzwerk Zivilcourage" gegründet.   

Am 17. Jänner 2017 fand der Info-Abend "Mutig sein - sich einmischen - Verantwortung übernehmen" statt.  Dabei erläuterte ChefInsp. Thomas Schmolz (Bezirkspolizeikommando Linz-Land) wesentliche rechtliche Grundlagen von Rechten und Pflichten der Bürger/innen (Mutiges Einschreiten - was darf ich tun? Wann soll ich/wann muss ich die Polizei rufen? Notwehr/Nothilfe - Rahmen & Grenzen. Hilfeleistung:was muss ich tun?)